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Laut brandenburgischem DSchG gelten alle hist. Mühlen als Denkmal, unabhängig von der Erfassung in der Denkmalschutzliste. Allerdings finde ich keine Aussage dazu, was da genau unter Schutz steht:
- das Bauwerk (Baudenkmal, äußere Hülle, Landmarke bei Windmühlen) - die technische Einrichtung (techn. Denkmal, so vorhanden) - die Funktionsweise (z.B. Staurecht/Wasserzuführung bei WaMü, Umfeldbebauung bei Windmühlen)
Oder alles zusammen (so weit vorhanden)?
Wie siehts in anderen Bundesländern aus? Und wie vereinbart sich z.B. der Ausbau einer denkmalgeschützten Windmühle als Wohnhaus samt Flügelattrappen und Iso-Glasfenstern mit dem DSchG?
Die Antwort findest Du über die Begriffsbestimmung, was das Gesetz als Denkmal definiert: Sachen oder Mehrheiten von Sachen. Damit ist es möglich, dass die komplette Mühle mit Inventar, nur das inventar oder sogar nur einzelne Teile des Inventars Denkmal sind. Das ist bei Schlössern, Kirchen, Bahnhöfen oder Dampfschleppern nicht anders.
Der Umfeldschutz ist in Brandenburg explizit in einem eigenen Artikel geregelt. Natürlich gibt es keine Angaben wie "Ø 300 m rings ums Denkmal ist auch unter Schutz". Das ist eine weiche und interpretierbare Angelegenheit, die in jedem Einzalfall Gegenstand von intensiven Betrachtungen sein sollte. Gut wäre es, wenn die Frage des mit geschützten Umfelds nicht erst erörtert wird, wenn das Kind (fast) in den Brunnen gefallen ist weil z.B. der Nachbarbäcker bereits das Grundstück neben der Mühle als Baugrund erworben hat und ein EFH drauf geknallt hat. Eigentlich müsste jemand durch's Land reisen und für jedes in der Denkmalliste geführte Objekt eine detaillierte Beschriebung anfertigen, was und wie weit denn im konkreten Fall "Umfeld" ist... aber das bleibt wohl ein frommer Wunsch .