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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 1.243 mal aufgerufen
 Kurioses und Vermischtes
Askop
Administrator


Beiträge: 610

20.03.2011 22:30
Die dunkle Seite der MIAG als Rüstungsschmiede Zitat · Antworten

Ich habe einige (historische) Bücher der MIAG im Schrank, da geht es aber ausschließlich nur um Müllerei & Mühlentechnik. Vom Waffen- und Kriegsgeschäft keine Spur! Hier also Einiges zur anderen Seite der MIAG, die ja wohl mal der größte deutsche Mühlenbaukonzern gewesen war.

Zitat von Wikipedia
Der Panzerkampfwagen III (auch PzKpfw III oder Panzer III) war ein mittlerer deutscher Panzer des Zweiten Weltkrieges.



Folgende Unternehmen waren an der Herstellung des Panzers beteiligt:

* Daimler-Benz (Werk Berlin-Marienfelde)
* MAN (Werk Nürnberg)
* Henschel (Kassel)
* Famo (Breslau)
* MIAG (Werk Braunschweig)
* Wegmann (Kassel)
* MNH (Hannover)
* Alkett (Werk Berlin-Spandau)

Von den aufgeführten Unternehmen stellte Alkett mit über 50 Prozent die meisten Fahrzeuge her, obwohl andere dieser Firmen bedeutend größere Rüstungsproduzenten waren. Bei vielen war jedoch die Panzerproduktion nur eine Sparte von vielen, so z. Bsp. bei Daimler-Benz oder Henschel. So betrug im Jahre 1940 bei MIAG die Panzerfertigung nur 22 % oder bei MAN nur 10 % der gesamten Fertigungskapazität.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Panzerkampfwagen_III

Zitat
Jagdpanther
Panzerjäger Panther (Sd.Kfz. 173)



[...]

Die Serienproduktion startete bei MIAG im Februar 1944.

Quelle: http://www.whq-forum.de/cms/349.0.html

Zitat
Amme, Gieseke & Konegen (AGK) (MIAG-Vorläufer, K.R.)

... Während des Ersten Weltkrieges wurden bei der AGK vor allem Rüstungsgüter produziert: Eisenbahnwaggongs, Granaten und später auch Flugzeuge...

MIAG

[...]

In den 1930er Jahren wuchs das Unternehmen wieder stark, die Beschäftigtenzahl in Braunschweig stieg von 1933 ca. 3.500 auf 1936/37 mehr als 8.000. Am Flugplatz Waggum wurde ein Gelände für die Flugzeugfertigung erworben.

Hauptgrund für das rasante Wachstum der MIAG waren Rüstungsaufträge.

1938 stellten sie mit 81.559.845 Mio. Reichsmark 73 % des gesamten Auftragsvolumens dieses Jahres. Während des Krieges wurden die Lutherwerke ausgegliedert, sie produzierten fortan Flugzeuge, während das eigentliche Stammgeschäft des Mühlenbaus bei der MIAG verblieb. Im Amme- Werk (der früheren AKG) bestand die Belegschaft während des Krieges zur Hälfte aus Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen. Knapp 3.000 von ihnen mussten in einem Barackenlager auf dem Werksgelände hausen, wer nicht die erwartete Leistung brachte, wurde in ein „Arbeitserziehungs- Lager“ verlegt.

Quelle: http://pentapolis.gibs.info/index.php?id=938

In Bad Lauterberg/Harz gab es zwei MIAG-Zwangsarbeitslager:

Zitat
Lager Miag I: Scharzfelderstr./ Betriebsgelände
Lager Miag II: Heikenberg/Hotel Eichenkopf (ital. Arbeiter)

Quelle: http://www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/28



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Askop
Administrator


Beiträge: 610

23.03.2011 19:42
#2 Weitere Mühlenbaufirmen mit Waffen- bzw. Rüstungssparte Zitat · Antworten

Waffen und andere Rüstungsgüter wurden mit einem zwei- oder dreistelligen Herstellercode gestempelt (Schlagzahlen). Angeblich, damit der Gegner bei der Erbeutung der Sachen den Hersteller nicht identifizieren konnte oder sollte. Also stempelte man z.B. eine Pistole mit "ar" anstatt "Mauser-Werke, Berlin-Borsigwalde".


Einige Herstellercodes von Waffen/Rüstungsgütern aus dem Bereich Mühlenbau
(darunter recht bekannte Firmen wie Grosse, MIAG (mit 7 Werken), Schule, Wetzig!)

abn: Gebr. Grosse, Mühlenbau, Lohmen b/Pirna in Sachsen

acr: MIAG-Werk-Zscharchwitz, Mühlenbau und Industrie A.-G., Dresden A 46

afo: MIAG Mühlenbau u.Jndustrie A.-G., Frankfurt a.Main

aof: A. Wetzig, Eisengießerei, Maschinenfabrik u. Mühlenbauanstalt, Wittenberg-Lutherstadt

aoj: Adolf Baumgarten, Mühlen-u. Speicherbau, Porta Westfalica

aqo: Hildesheimer Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt Behrena & Co. GmbH., Hildesheim, Peiner Landstr. 18

aqz: Huckauf & Bülle, Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt G.m.b.H., Hamburg-Altona, Borselstr. 14/18

bal: MIAG Mühlenbau u. Industrie A.-G., Braunschweig, Ernst Ammestr. 19. Werk Ammewerk

bar: MIAG Mühlenbau u. Industrie K.-G., Bad Lauterberg/Harz, Werk Bauthberg

bcp: Chronos-Werk Reuther & Reisert K.-G., Hennef/Sieg

bed: MIAG-Muehlenbau und Industrie AG, Braunschweiger Lutherwerk, Braunschweig

bpb: MIAG Mühlenbau u. Jndustrie A.-G., Werk Schmiedeberg Bez. Dresden

bvo: F. H. Schule G.m.b.H., Maschinenfabrik, Mühlenbauanstalt, Eisengießerei, Hamburg 26, Hammerdeich 70 - 94

cpb: C. G. Kaiser & Reimelt, Mühlenbauanstalt, Maschinenfabrik, Leipzig 05, Lutherstr. 6 - 8

dja: MIAG Mühlenbau u. Jndustrie F.-G., Werk Oberramstadt

dvk: J. Engelsmann A.-G., Mühlenbau, Ludwigshafen/Rh., Frankenthaler Str. 137

dxo: Mühlenbau-Gesellschaft Friedr. Liebeck & Co., Kassel-Wilhelmshöhe, Wilhelmshöher Allee 330


Quelle: http://www.vaabenhistoriskselskab.dk/blb...hp?pagesize=500

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