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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 579 mal aufgerufen
 Presseschau
ultratrieur



Beiträge: 2.209

22.07.2011 09:30
MoMü Blumenhagen bei Peine (Nds) Zitat · Antworten

Zitat von http://www.paz-online.de/Peiner-Land/Lok...nroeschenschlaf
Alte Mühle erwacht aus Dornröschenschlaf

Eine dicke Staubschicht bedeckt die alten Maschinen, Spinnweben verschleiern die massiven Holzbalken – seit 1975 schlummert die Motormühle in Blumenhagen vor sich hin. Doch nun wird sie geweckt – und als neues Peiner Baudenkmal herausgeputzt.


Dornröschenschlaf: Die alte Motormühle wird derzeit wieder hergerichtet. Besitzer Henning Treumann (rechts) im Inneren der Mühle.

„Eine so gut erhaltene Mühle findet man hier heute kaum noch“, meint Blumenhagens Ortsheimatpfleger Thomas Kuczniers. Bereits seit 1839 existiert die Technik der heutigen Motormühle. Doch die Geschichte der Motormühle ist eigentlich die zweier Mühlen, denn bereits seit 1894 drehten sich die Flügel einer Bockwindmühle am Blumenhagener Ortsausgang Richtung Edemissen.

Diese Mühle war ursprünglich in Barby an der Elbe neu erbaut worden. In den 1880er Jahren wurde sie auf Abbruch verkauft und in Blumenhagen von Müllermeister August Brennecke wieder in Betrieb genommen. „Nicht nur Müller konnten damals also auf Wanderschaft gehen, Mühlen auch“, sagt Kuczniers und lacht.

In Blumenhagen hatte Brennecke die Mühle im Laufe der Jahre immer wieder modernisiert und mit Jalousie-Flügeln ausgestattet. Doch nachdem Brennecke aus dem Krieg nicht wieder zurück kam, blieb sie still.

„Einer seiner sechs Söhne, der Müllermeister Arnold Brennecke, ließ dann 1948 die Bockwindmühle durch die jetzige elektrisch betriebene Motormühle ersetzten, eingebaut im ehemaligen Stallbereich des Wohngehöfts, das Arnold Brennecke 1938 erwarb“, weiß Henning Treumann, der gemeinsam mit seiner Frau Swantje Hupel die heutige Hofstelle und Motormühle in Blumenhagen besitzt.

Max Zühlke, ein vertriebener Müllermeister aus Pommern, sei schließlich 1948 auf die Mühlen aufmerksam geworden. „Die Brenneckes verpachteten sie dann an Zühlke“, sagt Treumann. Unter dem Namen „Boeck & Zühlke“ nahm er gemeinsam mit seinem Schwiegervater die Motormühle in Betrieb und verarbeitete vor allem Roggen.

Ausgestattet mit Mahlgang, Weizenstuhl, Plansichter und Reinigungsmaschinen wurde noch bis 1975 in Blumenhagen Mehl hergestellt. „Dann wurde die Arbeit eingestellt, weil sie sich nicht mehr rentiert hat“, sagt Kuczniers. „Seither befindet sich die Mühle im Dornröschenschlaf.“ Sogar das letzte Kalenderblatt mit Notizen zur Produktion hängt noch. Auch Mehlsäcke, Papiertüten, Etiketten und Rechnungen sind noch gut erhalten geblieben. Ebenso wie das angrenzende Wohnhaus, das seit 1928 als Klinkerbau unverändert ist.

„Nun wollen wir aus der Mühle ein kleines Museum machen“, sagt Treumann. „Teile der Technik werden historisch aufgearbeitet und wieder in Betrieb genommen.“ Wenn alles fertig ist, wollen Treumann und seine Frau auf Nachfrage Führungen durch die Mühle anbieten.

Und obwohl noch ein bisschen Arbeit vor den Blumenhagenern liegt, wurde die Motormühle bereits in die Niedersächsische Mühlenstraße aufgenommen – und bis zum Baudenkmal fehlen auch nur noch ein paar letzte Unterschriften.


Aus der Technik der Bockwindmühle ist die spätere Motormühle geworden



Beunruhigend ist nur die Wahl des Werkzeugs, mit der die Besitzer dem Staub den Garaus machen wollen... schaut mal im bunten Bild ganz rechts unten!!



Flo der Liebe

Motormueller



Beiträge: 41

22.07.2011 09:49
#2 RE: MoMü Blumenhagen bei Peine (Nds) Zitat · Antworten

Moin zusammen !

Zitat
Beunruhigend ist nur die Wahl des Werkzeugs, mit der die Besitzer dem Staub den Garaus machen wollen... schaut mal im bunten Bild ganz rechts unten!!



...ist aber sehr effektiv und macht auch mehr Spaß als mit 'nem "Swiffer" !

Wurde mit dem Artikel auch ziemlich überrumpelt. Wenn du wüsstest, was ich noch alles wegräumen musste für das Foto...

Glück zu aus Blumenhagen,

Henning

ultratrieur



Beiträge: 2.209

22.07.2011 12:03
#3 RE: MoMü Blumenhagen bei Peine (Nds) Zitat · Antworten

... mir war gar nicht bewusst, dass es sich um das Mühlchen von "unserem Motormüller" aus dem Forum handelt.

Kannst Du eigentlich nachvollziehen, was genau an Technik aus dem alten Bock stammt? Mahlgang und Steinkran höchstwahrscheinlich, aber sonst noch was??

Gruß und Gz!



Flo der Liebe

Motormueller



Beiträge: 41

22.07.2011 15:57
#4 RE: MoMü Blumenhagen bei Peine (Nds) Zitat · Antworten

Zitat
mir war gar nicht bewusst, dass es sich um das Mühlchen von "unserem Motormüller" aus dem Forum handelt.

...keine Ursache...
jetzt gibts ja sogar ein Bild von mir...

Aber nun zur Mühle:
Der Steinmahlgang (Schrotgang) ist wohl "neu". Es gab noch einen zweiten, aber der wurde dann
gegen eine nicht mehr vorhandene Hammermühle ausgetauscht.
Aus dem Bock stammt wohl noch ein alter Aspirateur von A. Wetzig, der noch auf dem Absackboden
"rumsteht". Der zuletzt in Betrieb gewesene ist ein Eigenbau, zumindest ist kein Herstellerschild
zu finden.
Auch mindestens einer der Walzenstühle (1 x Wasseralfingen, 1 x Fürmeyer & Witte)
soll wohl auch schon im Bock gewesen sein. So hat es uns zumindest der alte "Dorfschlosser"
erzählt. Leider gibt es aus der Zeit der Bockwindmühle keine Zeitzeugen
mehr, die man befragen könnte. Wie ich ja (auch durch Euch hier...) inzwischen gelernt
habe, waren Plansichter in Windmühlen ja eher "unwahrscheinlich", obwohl der bei uns eingebaute
von Amme, Gisecke u. Konegen, laut Rüdiger H., ein ziemlich altes Modell ist und aus der Anfangszeit
dieser Technologie stammt.
Wir vermuten, dass sich der alte Müller zum Aufbau der Motormühle am neuen Standort alles
mögliche gebraucht zusammengekauft hat, um es dann nach dem Krieg in Betrieb zu nehmen, aus
dem er aber dann nicht mehr zurückgekehrt ist...

Die Bockwindmühle wurde auch schon mit einen Deutz Diesel als Hilfsmotor angetrieben.
Der Motorschuppen ist noch vorhanden. Die Quittung über den Verkauf eines solchen Motors
von 1949 haben wir in den Unterlagen noch gefunden. Ansonsten sind von der Bockmühle nicht mal die
Fundamentsteine geblieben...

Ach ja, um es gleich vorweg zu sagen, wir planen keines dieser "üblichen Agrarschrott" und
Heimatstuben-Museen... auch wenn ich in dieser Richtung etwas toleranter bin, als
einige hier im Forum. Da halte ich es eher nach dem alten Fritz...

GZ und Grüße,

Henning

ultratrieur



Beiträge: 2.209

08.08.2011 10:47
#5 RE: MoMü Blumenhagen bei Peine (Nds) Zitat · Antworten

Zitat
...waren Plansichter in Windmühlen ja eher "unwahrscheinlich", ...



Unwahrscheinlich - aber nicht unmöglich! Nimm mal z.B. den Bock in Groß Lobke, der jetzt total verbaut im Detmolder Museum steht. Der hatte allerdings für den Plansichter auch nen großen kastenförmigen Ausbau auf dem Dach.



Flo der Liebe

Askop
Administrator


Beiträge: 610

08.08.2011 20:13
#6 RE: MoMü Blumenhagen bei Peine (Nds) Zitat · Antworten

Zitat von Motormueller
...waren Plansichter in Windmühlen ja eher "unwahrscheinlich", ...

Ausnahmen bestätigen die Regel: die Peldemühle Wittmund soll einen windbetriebenen Plansichter mit Fliehkraftregler gehabt haben. Davon gibts hier im Forum sogar eine Zeichnung. Zu finden mit der Suchfunktion.

Glück zu!

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