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 Presseschau
ultratrieur



Beiträge: 2.209

25.01.2011 11:27
Mühle Kaarßen (MeckPomm) - angeblich kleinster Mischfutterbetrieb in Noddeutschland Zitat · Antworten

Heute in der "Schweriner Volkszeitung":

Zitat
Mit Sojaöl gelingt die Futtermischung

Günther Carmohn erinnert sich noch genau. Es kam in seine Mühle mal ein Vertreter, der ein aufbereitetes Futtermittelfett verkaufen wollte. "Ich setze seit eh und je Sojaöl als Futtermittelfett ein, davon hatte ich noch genug und habe daher nichts anderes bestellt." Heute nach dem Dioxin-Skandal über beigemischte technische Fette in Fette, die für die Futtermittelproduktion vorgesehen sind, ist er froh, dass er dem Vertreter nichts abgekauft hat. "Mein Sojaöl kommt über einen Agrarhändler vom der Hamburger Ölmühle, mit Zertifikat, da bin ich ziemlich sicher, dass das in Ordnung ist. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es leider nicht."

Der Ein-Mann-Betrieb von Günther Carmohn wurde gerade in einem Fernsehbeitrag vorgestellt. Reporter Jens-Peter Schöne war mit einem NDR-Team in Kaarßen, um mit dem Betreiber des wahrscheinlich kleinsten Futtermittelmischbetriebs Norddeutschlands zu sprechen. "Material gedreht haben sie für fast 30 Minuten und der Beitrag war dann knapp drei Minuten lang, aber das ist ja immer so."

Mühle seit drei Generationen in der Familie

Die Mühle in Kaarßen wird seit drei Generationen von der Familie betrieben, der Großvater baute sie in den 20er Jahren auf, der Vater übernahm sie, dann wurde die Mühle eine zwischengenossenschaftliche Einrichtung, getragen von mehreren LPGs. Günter Carmohn arbeitet hier nach seiner Ausbildung zum Wasserbauer. Er sollte eigentlich ein Studium zum Tiefbauingenieur in Cottbus absolvieren, aber die Aussicht, mehrere Jahre von zu Hause weg zu sein, ließ ihn auf das Studium verzichten. Er machte stattdessen über die Erwachsenqualifikation seinen Meister als Müller.

Nach der Wende wurden die genossenschaftlichen Anteile herausgelöst und Carmohn machte alleine weiter, "die Mühle war ja unser Eigentum."

Bei Günter Carmohn bekommt man alles, was Tiere so fressen, am besten geht Legehennenfutter. Aber wenn jemand einen Papagei hat, dann kriegt er das Futter für den besondern Vogel auch hier. Die Getreidearten, die vor Ort wachsen, bezieht er von zwei ansässigen landwirtschaftlichen Betrieben, die anderen Komponenten von Agrarhändlern. So werden im Monat rund zehn Tonnen Futter gemischt.

"Die Kunden kennen mich, wer zufrieden ist, kommt wieder, das geht alles über Mundpropaganda. Werbung mache ich gar nicht", so der 52-jährige Kaarßener. Investieren tut er nicht mehr, die beiden Töchter haben andere berufliche Wege eingeschlagen. Wenn er mal nicht mehr mag, dann hat das Mahlwerk seine letzte Runde gedreht. Es kann sein, dass jetzt mit dem Dioxin-Skandal die Auflagen des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit noch höher werden. Die Kontrolleure kommen unangemeldet und in unregelmäßigen Abständen und ziehen ihre Proben. "Dann verkaufe ich eben nur noch fertig gemischte, abgepackte Futtermittel", schaut Günther Carmohn gelassen in die Zukunft.




Quelle Foto: Rechtsklick + "Eigenschaften"


Es gibt sie also doch noch, die handwerkliche Kleinmüllerei in MeckPomm!!

Gruß und Gz!



Flo der Liebe

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