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 Presseschau
ultratrieur



Beiträge: 2.209

23.06.2011 10:13
Auch in Hakeborn wird auf Geflügel für die BWM gespart Zitat · Antworten

Heute in der "Volksstimme":

Zitat von http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichte...?em_cnt=2044184
Die alte Mühle in der Hakelgemeinde wird vor allem an den Wochenenden mit Leben erfüllt

Familie Schulz erhält Hakeborner Geschichte


Über 320 Jahre ist die Mühle in Hakeborn alt. Sie ist die Letzte der drei Mühlen, die es einst in der Gemeinde gab. Ihre Besitzer, Astrid und Sven Schulz aus Magdeburg, setzen alles daran, dieses Stück Geschichte zu erhalten. Nachdem nun das Dach saniert wurde, spart die Familie jetzt für neue Mühlenflügel.

In einer Broschüre über Reiseziele oder Touristenattraktionen würden sicherlich die Begriffe idyllisch oder romantisch dominieren. Und genau das trifft es auch. Etwas versteckt zwischen Gräsern, Wildblumen und Obstbäumen steht sie noch – die alte Bockwindmühle in Hakeborn. Erst wenn man dem kleinen, freigeschnitten Weg folgt, kann man die alte Mühle in ihrer ganzen Schönheit sehen. Auf dem Wartberg in Richtung Hakel steht sie. Und das schon seit über 320 Jahren.

"Wir entschuldigen uns bei allen, die vor der Tür standen"

Astrid und Sven Schulz tragen Tisch und Stühle aus der Mühle. Sie sind die Eigentümer der Mühle. Das Magdeburger Paar kommt regelmäßig nach Hakeborn. Die Mühle ist zu einem richtigen Wochenend-Domizil geworden, dass sich sicherlich zum internationalen Mühlentag am Pfingstwochenende auch andere Mühleninteressierte gerne angeschaut hätten. "Dass unsere Mühle an diesem Tag nicht geöffnet war, war keine böse Absicht. Im Internet stand eine falsche Information, die leider nicht mehr geändert werden konnte. Ich habe alles versucht und entschuldige mich hiermit bei allen, die vor verschlossenen Türen standen", erklärt Sven Schulz.


Gerne hätte die Familie die Türen zur Mühle geöffnet. Doch das Dach der alten Mühle wurde zu diesem Zeitpunkt noch saniert. "Überall lagen Holzbretter und Nägel herum. Das wäre für Besucher viel zu gefährlich gewesen", ergänzt Astrid Schulz. Doch das Ehepaar ist sich einig. Noch in diesem Jahr soll es einen Tag der offenen Tür geben. Dann dürfen wirklich alle Interessierten einen Blick in die Mühle werfen.

Wenn die Hakeborner Mühle sprechen könnte, hätte sie eine Menge zu erzählen. Denn 320 Jahre lassen sich nicht in zwei Sätzen zusammen fassen. Doch leider kann die Mühle nicht reden. Sven Schulz hat aber einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1938, in dem die Geschichte des Bauwerkes zusammen gefasst ist.


1688 wandte sich der Müller Henning Eggert aus Wes-teregeln mit einem Gesuch an die kurfürstlich-brandenburgische Regierung, in dem er um die Erlaubnis zum Bau einer Windmühle vor Hakeborn bat. Diese Erlaubnis wurde ihm am 3. Mai 1688 erteilt, und er begann mit dem Bau der Mühle am Abhang des Wartberges unterhalb der Warte. 22 Jahre übte Müller Eggert das Müllerhandwerk aus, bis ihn sein Alter zwang, den Betrieb in jüngere Hände zu geben. Sein Sohn Daniel übernahm 1710 die väterliche Mühle für damals 800 Taler. 1740 wechselte die Mühle für 960 Taler in den Besitz seines Sohnes Matthias Daniel. Er hatte leider keine männlichen Nachkommen und sah sich gezwungen, die Mühle an seinen Schwiegersohn zu übergeben. Dies tat er 1762 für 1700 Taler. Neuer Besitzer war Heinrich Wiehe.

1815 wurde ein Großteil der Mühle durch einen Brand zerstört. Nur ein Teil konnte gerettet werden, der beim Wiederaufbau an der gleichen Stelle, verwendet wurde. Noch heute kann man an einigen Balken die Brandspuren sehen. Zahlreiche Modernisierungen wurden an der Mühle vorgenommen, bis 1850 Müller Heinrich Schierhorn aus Klein-Alsleben die Mühle kaufte. Er übergab sie später an seinen Stiefsohn Friedrich Taubenroth. Karl Taubenroth übernahm die Mühle 1911, und ab 1921 war Müllermeister Walter Taubenroth der Inhaber. "1976 haben meine Schwiegereltern sie von einer Taubenroth-Witwe gekauft. Zu diesem Zeitpunkt war die Mühle nicht mehr in Betrieb und schon arg zerfallen. Doch sie haben sich hier ein Wochenenddomizil geschaffen und versucht, die Mühle zu erhalten", führt Sven Schulz die Geschichte weiter. Zahlreiche notdürftige Reparaturen wurden durchgeführt. Unter anderem deckte man das Dach mit Wellblech ein. Zudem wurde die Mühle umhaust. Allerdings wurde nichts im Hinblick auf die Funktionalität der Mühle getan.


"Wir mussten die Flügel aus Sicherheit abbauen"

"Von drei Mühlen, die es einst in Hakeborn gab, ist unsere die Älterste und Letzte. Doch auch an ihr nagte der Zahn der Zeit", erklärt Sven Schulz und deutet dabei auf das Dach. Das war im Laufe der Jahre undicht geworden und musste erneuert werden. "Dafür haben wir uns eine Firma aus Wulferstedt genommen, die bereits in der vierten Generation Mühlen baut und restauriert", erklärt der Wahl-Magdeburger, der eigentlich aus Hadmersleben stammt.


Die Mühlenflügel mussten auch abgebaut werden. "Wir hatten Angst, dass die irgendwann herunter fallen", erklärt Astrid Schulz. Vor ungefähr sechs Jahren hat sie zusammen mit ihrem Mann die Mühle von ihren Eltern übernommen. "Wir lieben diese Gegend und die Natur. Zusammen mit unseren beiden Kindern kommen wir im Sommer fast jedes Wochenende hier her. Hier finden wir Ruhe und Entspannung. Auch wenn es immer etwas zu tun gibt", weiß Astrid Schulz. Die Familie will die alte Mühle und damit auch ein Stück Hakeborner Geschichte erhalten. "Nach dem das Dach nun fertig ist, sparen wir jetzt für neue Mühlenflügel. Aber das wird sicherlich noch viele Jahre dauern. Denn der Erhalt der Mühle ist sehr kostenintensiv", erklärt Sven Schulz.

Doch bis jetzt hat sich der Aufwand gelohnt. Und ein Blick aus der Mühle auf Hakeborn entlohnt für die aufgebrachte Mühe und das investierte Geld.




Kennt jemand von Euch diese Mehrgenerationen-Mühlenbauer aus Wulferstedt? Ich kann mir da nicht so recht keinen Reim drauf machen ... aber das will ja nix sagen.

Hier noch zwei ältere Bilder (Quelle: Rechtsklick und "Eigenschaften")





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