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Mühlen- und Müllerforum "Glück zu!"

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Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 679 mal aufgerufen
 Mühlenerhaltung und -betreibung
Askop
Administrator


Beiträge: 610

19.12.2009 12:05
Antwort auf einen Kommentar von Schneckentrieur Zitat · antworten

Zitat von Schneckentrieur

trotzdem muss am Ende für den Besucher rüberkommen, dass Mehl mehr ist als zerkleinertes Getreide, sonst hat die ganze Sache für mich keinen Sinn und unterscheidet sich dann nur noch geringfügig vom Mindener Ansatz.

Ich habe nichts gegen Unterhaltung und Spaßfaktor bzw. den (notwendigen) Verdienst daraus ... Ich habe aber etwas dagegen, wenn ständig das langbärtige Argument des "wir müssen im raughen Alltag Geld verdienen und davon hast Du DMT-Mühlenpädagoge keine Ahnung" aus der Mottenkiste geholt wird, um eine konstruktive Diskussion abzuwürgen.


Okay, nur verstehe ich nicht, was an solcher Diskussion konstruktiv sein sollte, weil mE reine Spiegelfechterei.
Seit nunmehr fast 15 Jahren ist es ja tatsächlich so (mein langbärtiges Argument aus der Mottenkiste):

An 1 Tag im Jahr erklärt der "DMT-Mühlenpädagoge" Deine Basics und bringt den Besuchern rüber, "dass Mehl mehr ist als zerkleinertes Getreide." Ist ja auch gut so!

Aber an 364 Tagen (na gut, ein paar Schließtage müssen natürlich abgezogen werden) wird den Besuchern bei der Aushändigung der Eintrittskarten und eines gedruckten Rundgangwegweisers gesagt: "Korn- und Sägemühle schauen Sie sich bitte alleine an, doch in der Ölmühle wird gearbeitet, die Ölmüller erklären alles und Sie können dort vom frischen Leinöl kosten."

Am Ende kommt für den Besucher rüber: "Tolle Technik der Altvorderen, hervorragend restauriert und in Schuß", "danke, dass so etwas gemacht, erhalten und demonstriert wird", "danke für die Vorführung und Erklärung, jetzt wissen wir endlich, dass Leinöl mehr ist als Firnis und nicht fischig oder bitter schmecken muß," "weiterhin viel Erfolg!" (Nachzulesen in mehr als 8 vollgeschriebenen Gästebüchern.)

Das macht für uns den Sinn, davon leben wir bzw. verdienen unser Geld damit.
Dass sich dieses Konzept "nur geringfügig vom Mindener Ansatz" unterscheiden soll und was das mit Spaß und Unterhaltung zu tun haben könnte, will sich mir nicht recht erschließen.
Das Konzept ist von Anfang an erfolgreich, ernährt ganzjährig so viele Leute wie in kaum einem anderen histor. Mühlenbetrieb. Unsere Kernkompetenz ist eben eine ganz andere, die Erklärungen zu Mohs und Proteinverschiebungen überlassen wir bewußt und gerne denjenigen, die dafür besser prädestiniert sind. Im Unterschied zu Marzahn, Sanssouci & Co. haben wir lediglich eine leerlauffähige Mahlmühle und kein einziges Mehlprodukt vorzuweisen. Was bei der Reko aus diversen Gründen durchaus so gewollt war und auch von Dir mit getragen wurde.

Nicht zu vergessen, dass unsere Kornmühle 7 Jahre lang wegen "akuter Einsturzgefahr" (angeblich) behördlich gesperrt war und von niemandem (!) betreten werden durfte. Deshalb hat die Kornmühle von 1996 - 2003 überhaupt keine Rolle gespielt, auch nicht am DMT.
Dennoch hatten wir damals bereits bis zu 15.000 Besucher/Jahr und haben denen jede Menge Basics zu Leinöl und Omega3 etc. rüber gebracht und auch zur historischen Sägerei.

Dieses Bild der Mühlentruppe am diesjährigen DMT macht ziemlich deutlich, wo unsere (Kern)Schwerpunkte und der von uns mit Erfolg definierte "Sinn" liegen.



Die weiße Müllerkluft als Zeichen der Mahlmüllerei sieht man wirklich nur 1x im Jahr, ansonsten überwiegen Öl- und Sägemüller und Personal für Verkauf/Gastronomie.

Doch wenn Du meinst, krempeln wir eben alles um, stellen die bisherigen Ölmüller in die Kornmühle und erklären jedem Besucher, "dass Mehl mehr ist als zerkleinertes Getreide, (sonst hat die ganze Sache für mich keinen Sinn und unterscheidet sich dann nur noch geringfügig vom Mindener Ansatz.)"

Fragt sich nur, ob man mit solchem Ansatz die Mühle weiterhin so erfolgreich und völlig aus eigener Kraft (ohne Zuwendungen und Förderungen) betreiben könnte.

Grieß & Grütze!
Klaus

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