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 Presseschau
ultratrieur



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29.04.2011 10:59
E-Werk an der Palmschleuse Lauenburg Zitat · Antworten

Am 16.04.2011 in der "Lübecker Zeitung":

Zitat
Relikt der Industriegeschichte: E-Werk soll noch einmal laufen

Dem alten Elektrizitätswerk an der Palmschleuse soll bald neues Leben eingehaucht werden.

Es ist ein Kleinod, das da hinter dicken roten Mauern aus Backsteinen schlummert. Lauenburgs altes Elektrizitätswerk an der Palmschleuse. Überschüssiges Wasser aus dem Elbe-Lübeck-Kanal wurde bereits 1919, damals wurde der erste Bauabschnitt errichtet, durch den Keller des E-Werkes geleitet. Hier brachte das Wasser eine Turbine in Schwung, die einen Generator antrieb und Strom erzeugte. Jetzt wollen einige Technikfreunde dem alten E-Werk neues Leben einhauchen.

Ihr gemeinsames Ziel: Vom 19. bis 21. August zum „Tag der Industriekultur am Wasser“ soll das Gebäude für Besucher geöffnet werden.
„Bis dahin haben wir noch einiges an Arbeit vor uns“, sagt Werner Büker. Der Technische Leiter der Hitzler-Werft kümmert sich mit einem Dutzend Kollegen und Freunden ehrenamtlich darum, die Technik auf Vordermann zu bringen. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) unterstützt dabei, in dem Jugendliche mit ihrem Ausbilder Bodo Krüger überall im Haus aufräumen. „Wir hatten hier bereits 2002 ein erstes Projekt, aber dann wurde das Gebäude durch die Stadt verpachtet“, sagt Krüger. Dabei verschwand die historische Wasserturbine auf ungeklärte Weise. Seit 2008 kümmert sich die Awo mit neuen Projekten um die Rettung der Bausubstanz. „Die Dachbalken hingen bestimmt zehn Zentimeter durch, das haben wir alles wieder in Ordnung gebracht“, sagt Krüger.

Wenn Krüger und seine Jugendlichen Feierabend machen, rücken Büker und seine Helfer an. In dem E-Werk stehen technische Schmuckstücke wie ein Deutz-Motor, vom Typ SVMS 150, der 1924 gebaut wurde und heute als letzter seiner Art gilt. Aber auch ein ursprünglich als Gasbetrieb gebauter Motor von Klöckner-Humboldt-Deutz (Baujahr 1937), der später auf Diesel umgerüstet wurde, steht noch in dem E-Werk. „Wir wollen die Motoren wieder zum Laufen bringen“, sagt Büker. „Hier hat man schon früher einen Gasmotor mit Abfallstoffen betrieben, zu deren Sammlung waren die Menschen verpflichtet, wie wir in alten Unterlagen nachlesen konnten“, sagt er. Ein Weg, der heute als Zukunft der ökologisch sinnvollen Stromerzeugung gilt.

„Wenn wir das wieder in Gang kriegen hier, ist das eine tolle Sache“, sagt Schlosser Fred Schmitz. Aus Liebe zu alten Maschinen macht er bei den Arbeiten mit. „Das hat hier einen enormen Reiz“, begründet Maschinenschlossermeister Heino Schultz seine Mithilfe. „Im Moment ist es eine Bruchbude, aber wir machen etwas draus“, verspricht Büker.

Ehe die Maschinen wieder anspringen, muss jede Menge Rost gelöst, frisches Öl eingefüllt und die eine oder andere Reparatur erledigt werden. „Vielleicht bekommen wir die Turbine ja auch noch irgendwie wieder zurück“, hofft Krüger. Denn Wasser ließe sich auch heute noch problemlos durch den Keller leiten.

Am „Tag der Industriekultur am Wasser“ sollen in der Metropolregion Hamburg, die das Projekt mit 96 000 Euro fördert, Denkmäler der Technikgeschichte präsentiert werden. „Unser Ziel ist ein musealer Charakter für das E-Werk, um vielleicht auch Schulen einladen zu können, um jungen Menschen zu zeigen, wie früher Strom erzeugt wurde“, sagt Krüger.



Link zum Artikel mit Bild (das sich hier nicht einbinden lässt): http://www.ln-online.de/lokales/lauenbur...h_einmal_laufen

Und, weiß jemand von Euch Spezis, wo die Turbine geblieben ist? Wenn da nur Schrottis am Werk gewesen wären, die hätten sich doch bestimmt etwas weniger schwer zu demontierendes mitgenommen... Das war doch ganz bestimmt jemand, der die Turbine als Turbine brauchte?



Flo der Liebe

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